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1.Neubrandenburger Schülerkongress 4.November 2016 im HKB

veröffentlicht um 09.01.2017, 01:09 von Annemarie Grunow   [ aktualisiert: 09.01.2017, 01:12 ]


Am Freitag, dem 04.11.2016 nahmen über 1000 Schüler am 01. Neubrandenburger Schülerkongress im Haus der Kultur und Bildung teil. Das Dudeninstitut für Lerntherapie war darauf bedacht, Schüler der 7. bis zur 12. Klasse zum Nachdenken und Diskutieren anzuregen, um ihnen die neuen Formen des Lernens nahezubringen. Die Schüler lernten Methoden, mit denen sie den Schulalltag besser meistern können. Kennt ihr alle Bundesländer der Europäischen Union? Könnt ihr bis 10 zählen in der Sprache Thailands? Könnt ihr euch in wenigen Minuten 20 Begriffe ohne Anstrengung merken? Die Antwort ist „Ja“! Mit einer Prise Humor und seiner Überzeugungskraft zeigte uns der Gedächtnistrainer Gregor Staub neue Möglichkeiten auf, mit denen wir uns unter anderem Zahlen und Vokabeln in lächerlich kurzer Zeit merken und nach Aufforderung wieder abrufen konnten. Das Gute an diesen Methoden ist, dass man sie sofort und überall anwenden kann, egal, ob auf ein Schulfach, eine Telefonnummer oder den Einkaufszettel bezogen. Die thailändischen Zahlen lernten wir durch geschicktes Verknüpfen mit Zahl und Körperteil. Die thailändische Zahl „si“ (4) kombinierten wir ganz einfach mit unserem Zeh. Bei der Zahl „ha“ (5) hielten wir uns die Hand vor den Mund und stießen diesen Laut aus. Eine wirklich nützliche und schnelle Methode, Zahlen zu lernen. Aber auch eine andere Methode stach raus. „Was das menschliche Hirn liebt, sind Geschichten“, so Staub. Er fing an, uns eine wirre Geschichte von Spaghetti und einem Stier zu erzählen, baute Gewässer und Inseln ein. Nach kurzer Verwirrtheit wurde uns klar, dass wir soeben alle Bundesländer der EU in unserem Kopf verankert hatten. Denn Geschichten, also Bilder, merken wir uns erstaunlich schnell und gut und auch das, was wir mit ihnen verbinden. So war z.B. der in der Geschichte erwähnte Stier ein Symbol für Spanien. Die Spaghetti standen für Italien. Diese und noch einige weitere Methoden wurden uns vorgestellt. Befragen durften wir Gregor Staub nach seinem Vortrag auch noch. Einige der Fragen waren, ob man bei seinen Methoden Rücksicht auf Geschlechter oder Links- und Rechtshänder nehmen müsse. Wie verhält es sich mit Menschen, die eine Leserechtschreibschwäche oder eine Dyskalkulie aufweisen? Ist irgendjemand benachteiligt? Staubs Antwort ist eindeutig, nein. Denn wirklich jeder könne mit diesen Methoden schnell und effizient lernen. Eine Auswahl hat man auf jeden Fall. So kann sich jeder einer individuellen Methode zuwenden. Wenn das keine guten Nachrichten sind!

Im Großen und Ganzen war es eine sehr interessante, lehrreiche und lustige Veranstaltung, in die jeder mit einbezogen wurde und mit Kopf- und Körpereinsatz voll dabei war. Wer interessiert ist, kann sich auf YouTube Anregungen zu Gregor Staubs Gedächtnistraining holen. Dort sind viele seiner Videos aufgelistet. Neben dieser Hauptveranstaltung gab es noch einige Stände, die der Berufsberatung dienten und ein Gewinnspiel der DAK, an dem jeder teilnehmen konnte. Ich kann diesen Kongress vor allem Jugendlichen, aber auch Eltern, die auf der Suche nach neuen Möglichkeiten sind, sehr empfehlen.

 

Anna Feix, 10a

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